Montenegrinische Grube unter den 18 tiefsten auf der Welt

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Die Geheimnisse des montenegrinischen Karsts werden für die Öffentlichkeit immer zugänglicher, dank Höhlenforschern aus der Tschechischen Republik, die seit 1985 Höhlen und Gruben in Montenegro erforschen. Nachdem sie es geschafft haben, die längste Höhle in Montenegro zu erkunden, im Bereich derVražji virovi in Bistricabei Bijelo Polje, haben sie erst vor kurzem die tiefste Grube, die "Iron Deep" entdeckt, auf dem Berg Maganik in der Gemeinde Kolašin. Eine Gruppe tschechischer Höhlenforscher begann, Maganik im Jahre 2009 zu erforschen, als sie eine 429-Meter-Vertikale gefunden und "Nyh" genannt haben. Auf Grundlage der Vorjahreserfahrungen haben sie ihre Erforschung fortgesetzt und gesehen, dassMaganik eine echte speläologische Mine ist.

Während der fünf Expeditionen, die jeweils drei Wochen dauerten, entdeckten sie eine 365 Meter tiefe Vertikale"Eter", in der zweitlängsten Grube in Montenegro. Und jetzt die Grube "Eisen Tiefe", die 1150 Meter tief und damit die tiefste Grube im Land ist. Während der Erkundung begleiteten drei Mitglieder des Höhlenforscher-Sport-Verbands "Akovo" aus Bijelo Polje und der Höhlenforscher Miloš Pavićevićem aus Podgorica die tschechische Mannschaft.

Nach dieser Erkundung wurde Pavićević der erste Montenegriner, der in eineüber 1 km tiefe Grube kletterte. Dort blieb er fast 4 Tage und es dauerte volle 24 Stunden bis er wieder an der Oberfläche war.

"Die Grube ist interessant, nicht nur wegen ihrer endlosen Tiefe, sondern auch wegen ihrer horizontalen Gänge, die sie mit anderen, getrennten vertikalen Systemen verbinden. In der Höhle gibt es jetzt dreiunabhängigeaktive Kanäle, durch die Wasser läuft, was ein Anzeichen dafür ist, dass die Grube noch tiefer ist. Wir schätzen, dass ihre Tiefe über 1300 Meter ist", sagte der Leiter der ExpeditionZdenjek Dvorzak.

Mit einer neu entdeckten über 1 Kilometer tiefen Grube gesellte sich Montenegro zu den 18 Ländern der Welt mit Gruben, die tiefer als 1 km sind. Auf dem Balkan haben Slowenien und Kroatien solche Gruben.

"Abgesehen von dem Projekt Maganik haben speläologische Vereine aus der Stadt Brünn, Tschechische Republik, auch gründlich Đalovića Pećina erforscht. Ihre Arbeit, obwohl ehrenamtlich, bleibt durch ihre Zuverlässigkeit und Qualität der Erforschung nicht hinter professionellen Erkundungen zurück. All die Dinge, die wir erforscht haben, werden in der Zukunft eine materielle Spur hinterlassen, die später von den lokalen Höhlenforschern genutzt werden kann",sagt Izudin Gušmirović, Beamter im Konsulat der Tschechischen Republik in Podgorica.

Die Mitglieder des Höhlenforscher-Sport-Verbands "Akovo" aus Bijelo Polje Željko Madžgalj, Mirsad Badžić und Miloš Pavićević entwickeln seit Monaten ein regionales speläologisches Kataster der Gemeinden Kolašin, Mojkovac, Berane und Bijelo Polje.

Sobald das Katasterfertig ist, werden die Geheimnisse des montenegrinischen Karsts für diejenigen verfügbar sein, die neugierig sind, es zu sehen, und diejenigen, die als Wissenschaftler und Liebhaber Gruben und Höhlen erkunden. Neben Orten und Namen werden imKataster alle Merkmale der einzelnen Höhlen angegeben sein, sagt der Präsident des MSSA "Akovo" Željko Madžgalj.

Quelle: www.rtcg.me