Interview mit DRV-Präsident Jürgen Büchy zum DRV-Camp in Montenegro

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1)  Woher die Idee, was sind die Ziele, worin unterscheidet sich dieser Camp von anderen?

"Auf der DRV-Jahrestagung im vergangenen Jahr in Budva haben wir erstmals ein eigenes Programm für Nachwuchstouristiker durchgeführt – und zwar gemeinsam für junge deutsche und montenegrinische Touristiker. Im Mittelpunkt stand auch das gegenseitige Kennenlernen von Marktgegebenheiten, Trends und Entwicklungen auf dem jeweiligen nationalen Reisemarkt. Das Format war ein voller Erfolg. Es hat sich gezeigt, dass aus dem Dialog und Erfahrungsaustausch von Touristikern und Auszubildenden zu einem bestimmten Schwerpunktthema viele gute und neue Ideen erwachsen sind. Dieses erfolgreiche Format wollen wir nun im Rahmen des Tourismuscamps fortführen, allerdings mit anderen Protagonisten. Beim „DRV-Camp Destination 3.0“ am 10. Oktober 2013 werden deutsche und montenegrinische Tourismusunternehmen die auf der Jahrestagung gewonnenen neuen Ideen weiterverfolgen und auf ihre praktische Umsetzbarkeit prüfen.  

Ziel des eintägigen Workshops ist es, den grenzüberschreitenden Wissenstransfer zu forcieren und den Tourismusverantwortlichen Montenegros konkretes Wissen und Verständnis über die Marktmechanismen des deutschen Quellmarktes zu vermitteln. Im Mittelpunkt steht die Frage, was Unternehmen, Organisationen und nicht zuletzt auch die Politik hier gemeinsam und einzeln umsetzen können, um im Wettbewerb um den deutschen Gast Erfolg zu haben. Zu den Teilnehmern des DRV-Camps zählen Incoming-Agenturen, Hotels, Investoren, lokale Tourismusorganisationen sowie Vertreter von Politik und Medien".

2) Wie sind Sie zu den Themen gekommen? Welche sind es? Wer sind die „Camp-Trainer“?

"Das Konzept zu der Veranstaltung wurde gemeinsam von der Nationalen Tourismusorganisation Montenegros und dem Deutschen ReiseVerband (DRV) entwickelt und schließt thematisch an die DRV-Jahrestagung im November 2012 in Budva an. Damit soll der Dialog und Erfahrungsaustausch zwischen der deutschen und montenegrinischen Reisebranche intensiviert werden. Der Tag ist in sechs Themenblöcke aufgeteilt, zu denen jeweils Referenten aus Deutschland – unter anderem von Reiseveranstaltern – berichten. So sollen Markttrends erörtert und zugleich ausgelotet werden, wie daraus touristisches Neugeschäft generiert werden kann. Außerdem wird eruiert, welche Produkte entwickelt werden sollten und welche Investitionen sinnvoll für die weitere Entwicklung der Tourismusdestination Montenegro sind, wie das Land mit Servicequalität punkten kann, wie sich das Thema Nachhaltigkeit weiterhin in die Praxis umsetzen lässt, welche Strategien im Marketing und im Verkauf verfolgt werden sollten und wie und wo soziale Medien clever genutzt werden können".

3)  Wie wollen der DRV und die Organisatoren vor Ort dafür sorgen, dass der erhoffte Effekt – mehr deutsche Gäste, regional und saisonal stärker verteilt – auch erreicht wird?

"Dem Dialog müssen konkrete Taten folgen. Eine Plattform wie das DRV-Camp kann Anregungen und Ideen liefern und ist ideal um Kontakte herzustellen bzw. zu intensivieren. Die konkrete Umsetzung muss im unmittelbaren Geschäft zwischen den einzelnen Partnern erfolgen. Zudem sollen die Themen, die von den Teilnehmern als zentral und wichtig bewertet werden, von der Nationalen Tourismusorganisation Montenegros im kommenden Jahr potenziellen Unterstützern für Projekte und Kofinanzierungen vorgeschlagen werden".