Entwicklung nachhaltiger touristischer Projekte:Tourismus-Investitionen in Montenegro

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Naturschutz und nachhaltige Entwicklung hat sich Montenegro in die Verfassung geschrieben; Tourismus ist der bedeutendste Wirtschaftsfaktor.

Ende 2008 wurde ein umfangreicher Masterplan zur Tourismus-Entwicklungsstrategie bis 2020 verabschiedet. Der umsichtige Ausbau der Infrastruktur, der vor allem dem Landesinnern zugutekommt, wird belebt durch ein breit gefächertes und schnell wachsendes Angebot an Outdoor-Aktivitäten. Mit internationalen Großprojekten in Milliardenhöhe, vornehmlich an der Küste, führt eine entschlossene Qualitätsoffensive zu einem erheblich vergrößerten, diversifizierten und verbesserten Hotelangebot im gehobenen und im Luxussegment.

Wichtigste Grundlage für die behutsame Weiterentwicklung und den nachhaltigen Ausbau des Tourismus bleibt jedoch die Erhaltung und der Schutz der Natur für künftige Generationen.

Auf Sveti Marko, der größten Insel in der Bucht von Kotor, Europas süd­lichstem Fjord, entsteht für 300 Millionen Euro ein integriertes Luxus-Resort. 100 Bungalows, 74 Villen und ein ultramodernes Hotel und Spa sollen 2014 fertig sein und werden von Banyan Tree Hotels and Resorts geführt.

Für die Umwandlung eines 242.000 Quadratmeter großen Kasernengeländes in Kumbor bei Herceg Novi in ein Tourismus-Resort hat die Regierung im Juli 2012 ein Abkommen mit einem aserbaidschanischen Ölkonzern geschlossen. In den nächsten acht Jahren werden über 250 Millionen Euro in den Aufbau eines touristischen Angebotes mit Hotels der gehobenen Kategorie investiert.

Noch 2013 wird die Entwicklung der Insel Lastavica im Eingang zur Bucht von Kotor ausgeschrieben. Die nur drei Hektar große Felseninsel ist ein Juwel, aber auch eine Herausforderung für Investoren, da sich hier die Festung Mamula, eine der größten, besterhaltenen und selbstverständlich denkmalgeschützten Festungen aus der Habsburger-Zeit befindet. Die historische Bausubstanz soll in eine hochwertige touristische Anlage mit öffentlich zugänglichen Einrichtungen integriert werden.

Auf der Halbinsel Luštica, in der Trašte-Bucht an der Adria, ist ein Hotel- und Freizeit-Komplex mit acht Hotels (2.200 Zimmer), 1.600 Apartments, 750 Villen, einem Konferenzzentrum, einem 18-Loch-Golfplatz, zwei Marinas sowie einem Stadtzentrum mit Geschäften, Schulen und medizini­schem Dienstleistungszentrum geplant. Das Investitionsvolumen dafür liegt bei rund einer Milliarde Euro.

Südlich von Tivat, in Plavi Horizonti, baut die Qatar Investment Company an der Adriaküste für 250 Millionen Euro eine neue Tourismus-Destination.

Porto Montenegro in Tivat, ein ehemaliges Militärgelände in der Bucht von Kotor, wurde zu einer exklusiven Marina mit aktuell 184 Liegeplätzen für Luxusyachten. Derzeit wird die Zahl der Liegeplätze auf 370 erhöht. Neben den bereits bezogenen Residenzen, Suiten und Apartments soll 2014 das Hotel Regent Porto Montenegro eröffnet werden.

Für eine der schönsten Adria-Buchten, Queens Beach an der Budva-Riviera, liegt bereits das Angebot eines Investors aus den Vereinigten Arabischen Emiraten vor. Am bislang nur vom Meer aus zugänglichen Königinnenstrand soll für 300 Millionen Euro eine perfekt in die Landschaft integrierte, weitläufige Fünf-Sterne-Boutique-Hotelanlage mit Spa, luxu-riösen Villen, Kasino und Liegeplätzen für Yachten entstehen.

In Podgorica, der Hauptstadt, eröffnet das erste Hilton-Hotel des Landes. Das historische Hotel Crna Gora im Zentrum wird rekonstruiert und zum Fünf-Sterne-Hotel Hilton Podgorica mit 197 Zimmern sowie 23 Suiten, Konferenzzentrum mit neun Tagungsräumen, Spa und Ladengalerie erwei­tert. Die Investitionskosten liegen bei rund 20 Millionen Euro.

Auch im Süden Montenegros, in der Region Ulcinj, gibt es in den engen Grenzen der Strategie nachhaltiger Entwicklung Potential für planvolles Wachstum. Dazu gehört Velika Plaža, ein 13 Kilometer langer und bis zu 100 Meter breiter Küstenstreifen, geeignet für ein exklusives Resort. Die Insel Ada Bojana im Fluss Bojana, mit einem drei Kilometer langen Sandstrand zwischen Fluss und Meer, ist ebenfalls für die touristische Ent­wicklung vorgesehen. Darüber hinaus wird in diesem Jahr noch eine inter­nationale Ausschreibung für den Umbau des 811 Hektar großen, ehemaligen Militärgeländes Valdanos in eine Tourismusdestination stattfinden.

Für die touristische Erschließung der wilden Schönheit des Landesinnern hat der Staat im Komovi-Gebirge ein über 850 Quadratkilometer großes Areal vorgesehen. Bedingung für den Ausbau der Region mit mehr als acht Prozent der Gesamtfläche Montenegros: Genehmigt werden nur innovative und nachhaltige touristische Infrastruktur-Projekte, die mit dem Naturschutz und der Erhaltung der natürlichen Schönheit der Landschaft in Einklang stehen. Geplant sind unter anderem acht Boutique-Bergresorts, darunter ein Golf- und ein Skiresort sowie ein Öko-Abenteuerpark.