Die drei heiligen Reliquien in Cetinje

 
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In Cetinje befinden sich drei große christliche Heiligtümer.
Im Kloster von Cetinje werden die Hand des Hl. Johannes des Täufers (die Hand, die Jesus Christus getauft hat) und ein Splitter des wahren Christuskreuzes aufbewahrt, und im Nationalmuseum, in der Blauen Kapelle: die Ikone Muttergottes vom Berg Philermos.

Die drei großen christlichen Reliquien haben einen langen historischen Weg bis nach Cetinje zurückgelegt. Aus Jerusalem über Konstantinopel, wo sie Ritter des Johanniterordens bei ihren Kreuzzügen erobert haben. Sie brachten die Heiligtümer auf die Insel Rhodos und als sie Mitte des 16. Jahrhunderts von dort vertrieben wurde, verlagerten sie den Orden nach Malta. Dorthin überführten sie auch die Schätze und die Ikone war eines der Heiligtümer des Ordens, der sich von nun an Malteserorden nannte. Bei Napoleons Feldzug im Jahre 1799 übergab der General des Malteserordens die Heiligtümer dem russischen Zaren Paul I. Sie verblieben bis zur Oktoberrevolution im Jahre 1918 am Hof der Romanows in Sankt Petersburg. Aus Russland brachte die Mutter des Zaren Nikolaus des II., die Kaiserinwitwe Maria Feodorovna, die Heiligtümer nach Kopenhagen (Villa Vidor). Vor ihrem Tode übergab sie sie dem Mitropoliten Antonije Hrapovicki, der die Reliquien über Berlin nach Belgrad gebracht hat. Sie wurden dann als Geschenk König Alexander Karađorđević übergeben, als Zeichen der Dankbarkeit des russischen Volkes und der russischen Kirche für die Annahme vieler Flüchtlinge aus Russland. Die Heiligtümer wurden am Königshof in Belgrad bis 1941 aufbewahrt, als König Petar II., mit dem Patriarchen Gavrilo Dožić, sie der Verwaltung des Klosters Ostrog zur Aufbewahrung übergeben hat. Aus Ostrog wurden die Schätze 1952 in den Staatstresor überführt. Aus dem Tresor wurden die Hand des Hl. Johannes des Täufers und der Splitter des wahren Christuskreuzes dem damaligen montenegrinischen Mitropoliten Danilo Dajković für das Kloster in Cetinje übergeben und die Ikone der Muttergottes vom Berg Philermos wurde 1978 ins Nationalmuseum Cetinje gebracht, wo sie sich auch heute noch befindet.

Diese Heiligtümer zählen zu den bekanntesten christlichen Reliquien; sie befinden sich in Rahmen aus Gold und sind mit Diamanten, Brillanten, Rubinen und Saphiren verziert.

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