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Einige Kilometer von Podgorica entfernt, in Richtung der albanischen Grenze, befindet sich einer der schönsten Flüsse der montenegrinischen Karstregion: Cijevna.

Auf dem Weg von Prokletije zur Mündung in ihre größere Schwester, die Morača, schlängelt sich die Cijevna zuerst durch Ćemovsko Polje. Der Fluss bindet Naturfreunde an sich, wie sonst nur wilde Feigen oder Granatäpfel, sich an ihre steilen Höhen schmiegen. Im unteren Lauf hat das Flussbett das Konglomerat des Ćemovsko Polje tief ausgehöhlt. Cem lautet die albanische Bezeichnung für die Cijevna. Dieser Name wiederum beruht auf der Form der Flusslaufes im unteren Teil, die an einigen Stellen an ein Rohr erinnert: das Wasser fließt durch Spalten von 15 m Tiefe und mehreren Metern Breite. Mit ihrer Schönheit vereint die Cijevna die Persönlichkeit vieler montenegrinischer Flüsse in sich: ein faszinierender Canyon, steile Pfade, steinerne Inseln von Strudeln geformt, die Sand und Kies mit sich trugen. Sie hat auch, was Flüsse des Nordens fehlt: den mediterranen Luftzug, der durch Tiefen und über Höhen weht und durch den Granatapfel, Feige und Wein an den Hängen des Canyon gedeihen.

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